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Studienfahrt
der Kurse Politik und Deutsch
nach Rom

14.07.2012: Unsere Kursfahrt nach Rom begann am Montag, 25.06.2012 und endete am 29.06.2012 am Flughafen in Hannover.

Nachdem wir nach einem guten Flug am Flughafen Fiumicino ankamen, holte uns ein Shuttle unserer Hotelanlage ab. Im Bus und schon vorher im Flieger tauschten wir uns über die Hotelbewertungen im Internet aus, die allesamt einen schlechten Eindruck auf uns machten. Dementsprechend waren die Erwartungen, als wir die Anlage betraten. Zum Glück war dieser Eindruck völlig falsch, wir wohnten in Vierer-Bungalows mit eigener Klimaanlage und Kühlschrank und der Komfort war für eine Jugendreise komplett angemessen.

Da wir etwa 30 Kilometer außerhalb von Rom in der Nähe der Stadt Lido di Ostia wohnten, hatten wir die Möglichkeit, direkt an den Strand zu fahren, was auch als erste gemeinsame Kursaktivität gemacht wurde. Allerdings fuhren wir nicht, wie in den nächsten Tagen, mit dem Bus nach Lido di Ostia, sondern legten die drei Kilometer zu Fuß zurück. Auf diesem Weg bekamen wir einen Vorgeschmack, was uns in den nächsten Tagen in Rom erwartete: Wir hatten 35° im Schatten, der allerdings Mangelware war, und keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Als wir dann nach einer knappen Stunde endlich am Strand ankamen, war die Anstrengung vergessen und die meisten stürzten sich ins Mittelmeer. Wir hatten dann die Möglichkeit, uns frei im Ort zu bewegen und die örtliche Gastronomie kennenzulernen. Das Eis schmeckte dort super, es gab so viele Bio-Läden wie Supermärkte (nämlich einen) und die Pizza verkauften sie in Kilopreisen.

Am nächsten Tag mussten wir dann um 7 Uhr frühstücken, damit wir rechtzeitig eine Führung durch das antike Rom besuchen konnten, ohne die Siesta der Römer zu stören. Als wir die S-Bahn Station „Colosseo“ verließen, waren wir alle begeistert: Das Colosseum hatte einen noch größeren Eindruck auf uns als in sämtlichen Fernsehbildern oder Lateinbüchern. Nach dem Colosseum zogen wir weiter Richtung Palatinischen Hügel. Auf dem Forum Romanum war es so heiß, dass selbst unsere Betreuer Probleme hatten, unserer Stadtführerin zuzuhören. Aber man bekam trotzdem einen guten Eindruck davon, wie die Römer damals auf dem Forum ihren täglichen Geschäften nachgingen. Wir verließen dann das Forum und gingen weiter zum Pantheon, dem Bauwerk mit dem Loch in der Kuppel. Mit der letzten Kraft zogen wir dann zum Schluss unserer Führung zum „Fontana di Trevi“. Nach der vierstündigen Führung erteilten uns die Lehrer dann Freigang. Wir haben danach erst mal Pasta und Pizza genossen, danach gingen einige zur Spanischen Treppe und besichtigten die angrenzende Einkaufsmeile, andere zog es dann zum Denkmal des italienischen Staatsgründers Victorio Emmanuele II.

Am Mittwoch hatten wir dann das kulturelle Highlight unserer Kursfahrt, wir fuhren in das Land mit der niedrigsten Geburtenrate, in den Vatikan. Wir besuchten die Vatikanischen Museen. Die Kunstwerke waren atemberaubend, so viel Gold, wie dort an den Wänden hing, hat wohl noch niemand in seinem Leben gesehen. Ein Gang durch diese Museen zeigte die Geschichte des Christentums. Am Ende der Museen konnte man die Sixtinische Kapelle besuchen, einen großartigen Raum aus der Zeit der Renaissance, der unter anderem Stationen aus dem Leben von Mose und Jesus zeigt. Einige besuchten im Anschluss den Petersdom, allerdings war die Schlange davor so lang, das viele andere Sehenswürdigkeiten besichtigten. Am Abend fuhren wir wieder nach Lido di Ostia, um abends am Strand noch den Sonnenuntergang zu genießen.

Am Donnerstag war die Stimmung schon etwas entspannter, Frühstücken durften wir um 9. Da in unserer Gruppe unterschiedliche Ansichten bestanden, was wir denn am letzten Tag tun wollten, teilten wir uns auf: Eine Gruppe fuhr mit Herrn Wolf nach Ostia Antica, eine weitere Gruppe besuchte die Vatikanischen Geheimarchive und andere wagten sich ins Innere des Colosseums. Doch in einer Sache war sich der Großteil der Gruppe einig: Wir wollten das Spiel der Deutschen gegen die Italiener sehen. Ganz Rom war voller Vorfreude auf das Spiel, in der Stadt wurden gratis Italien-Flaggen verteilt und die Vorbereitungen für das Public Viewing liefen auf Hochtouren. Trotzdem wurden wir als Deutsche an dem Tag sehr gut behandelt, die Römer zollten der deutschen Spielweise Respekt und wir wünschten uns gegenseitig viel Glück und Spaß bei dem Spiel. Wir sahen das Spiel gemeinsam mit anderen Jugendgruppen aus Köln, Berlin und Greifswald in unserer Anlage auf einer großen Leinwand. Als die deutsche Nationalhymne erklang, standen wir Arm in Arm und sangen diese mindestens genau so laut wie Gianluigi Buffon die italienische Hymne. Obwohl das Spiel keinen guten Ausgang hatte, konnte es uns die Laune des letzten Abends nicht verderben. Wir haben ausgelassen die Woche ausklingen lassen, bevor wir am Freitagmorgen wieder in den deutschen Regen zurückflogen.

Dennis Fila

 

 

Fotos: Dennis Fila, Jan Kraffzik, Moritz Vogt

 

 

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