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Der Oberstufenwettbewerb (10+) im Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Informationen und Erfahrungsbericht von Benjamin Diethelm (Abitur 2013)

Die ersten Runden – eine etwas andere Herausforderung

Für Schüler ab Klasse 10 bieten die Veranstalter des Bundeswettbewerb Fremdsprachen den Oberstufenwettbewerb an. Hier nimmt man mit zwei Sprachen teil, die fast frei wählbar sind. Allerdings muss eine aktuelle Staats- oder Verkehrssprache dabei sein, die Kombination Latein und Altgriechisch geht also nicht. In der ersten Runde schreibt man zunächst in jeder seiner Wettbewerbssprachen einen Text zu einem von mehreren vorgeschlagenen, aber recht weit gefassten Themen, die zweite Runde ist eine Klausur. Dabei kommen verschiedene Aufgaben zu Sprache und Literatur dazu, aber auch Landeskunde und in den alten Sprachen eine Übersetzungsaufgabe. In der zweiten Wettbewerbssprache muss ein deutscher Text, z.B. ein Zeitungsartikel, sinngemäß in der jeweiligen Sprache wiedergegeben werden. Dazu kommt noch eine freiwillige Linguistikaufgabe, hier kann man durch das Erkennen (oder in der Praxis eher Erraten) von Strukturen einer komplett fremden Sprache Zusatzpunkte sammeln. Gern werden dabei lateinamerikanische Indianersprachen gewählt. Auch wenn die Aufgabe schwierig aussehen mag – es lohnt sich, sie mitzunehmen, es ist mal eine etwas andere Herausforderung!

Bis zum Schuljahr 2012/2013 gab es noch eine dritte Runde, in der man in der ersten Wettbewerbssprache einen längeren Aufsatz zu einem von mehreren Sachthemen schrieb (bei Wettbewerbssprache Latein sollte der Text hauptsächlich auf Deutsch sein), in der zweiten Sprache sollte der Text kürzer zusammengefasst werden. Diese Runde wurde jetzt aber leider aus dem Programm genommen, obwohl sie bei den Teilnehmern immer sehr beliebt war.

Die Endrunde – ein unvergessliches Erlebnis

Abschließend kommen die besten Teilnehmer in eine Endrunde, bei der alle an einem Ort zusammentreffen, was den besonderen Reiz des ganzen Wettbewerbs ausmacht. Man tritt mit seinen zwei ursprünglichen und nach Wunsch noch bis zu zwei weiteren Sprachen in einem Rundengespräch an, wo man ein vorgegebenes Thema diskutiert, dazu gibt es in jeder Sprache ein Einzelgespräch zu Themen, für die man vorher Wünsche angeben darf. Das Schöne ist, dass die Preise am Ende nicht an den/die Beste(n) vergeben werden, sondern in vier Preiskategorien, und es können auch mehrere Teilnehmer erste Preise bekommen (der erste Preis ist übrigens eine Förderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, ansonsten gibt es Geld- und Sonderpreise, z.B. Auslandsaufenthalte). So bildet sich keine Konkurrenzsituation, stattdessen findet man oft gute Freunde fürs Leben – denn man bekommt auch neben den Prüfungsgesprächen noch genug Zeit zum Leute kennenlernen. Das ist auch nicht selten der Grund, dass Endrundenteilnehmer nochmal mitmachen – nicht die Preise, auch nicht in erster Linie die Aufgaben, sondern oft freut man sich am meisten auf die Menschen, die man dort trifft. (Manche – dazu soll auch der Autor dieser Zeilen gehören – fahren deswegen sogar dann zur Endrunde hin, wenn sie sich gar nicht qualifiziert haben!) Eigentlich kann man das gar nicht allein durch Lesen verstehen, sondern muss es selbst erlebt haben – also meldet euch alle an und macht mit! Es lohnt sich!

 

Fachgruppe Alte Sprachen Wettbewerbe

 

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