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Florenz Stadtansicht

Kursfahrt nach Florenz

26.10.2013: Am 7. September stand eine fröstelnde Gruppe vor der Stadthalle, doch das Frösteln hatte bald ein Ende, denn es ging nach Italien: Das war der Conrady/Wichner-Kurs, der seine Kursfahrt in Florenz verbringen würde!

Nach schlappen 20 Stunden waren wir ausgeschlafen und erholt in Florenz. Und in Florenz war es warm! Es war Sommer und es war so … italienisch!
Die kleinen engen Straßen, mit den tollen Häusern und niedlichen Fenstern bargen zwar die Gefahr, sich zu verlaufen, denn nicht nur eine Gasse sah aus, wie aus einem Film entsprungen, Italien war überall genauso, wie man es sich vorstellte. Trotzdem, egal wo man in Florenz langging, am Ende ging man auf eine große bunte Kirche zu, die riesig und vor strahlend blauem Himmel aus scheinbar jedem Gassenende hervorragte.

Natürlich bot unsere Fahrt ein großes Kulturprogramm. Wir sahen den Balkon, auf dem die Mona Lisa entstand, das Haus, in dem Michelangelo wohnte und einen falschen David. Der echte stand in einem Museum, aber man kann ja nicht jedes Museum der Stadt abklappern, vor allem nicht, wenn man in Florenz ist, da gibt es nämlich ziemlich viel Kultur.
Das hatten wir erst mal zu verarbeiten, wenn man am gleichen Tag auch noch Botticellis Geburt der Venus gesehen hat, genauso wie viele andere prachtvolle Bilder, die uns immer wieder irgendwie bekannt vorkamen …

Weil wir schon in der Nähe waren, mussten wir natürlich an einem Tag auch nach Pisa, den schiefen Turm besuchen und andere, in strahlender Sonne vor blauem Himmel prunkende Marmorbauten. Und ja, er ist wirklich schief. Viel schiefer als man denkt. Sooo schief!
Am gleichen Tag stiegen wir zum zweiten Mal in unseren Bus, der sehr gute Dienste leistete, gelenkt von unserem großartigen Busfahrer, der den Bus diesmal die schmalen Straßen der Weinberge hochprügelte, natürlich mit Gegenverkehr …
Wir fuhren also weiter zu einem Weingut, dem Castello di Verrazzano, durch das wir von einer sehr sympathischen Frau geführt wurden. Der Wein wurde daraufhin von uns verkostet und für gut befunden - die allgemeine Erleichterung unter den Gastgebern war deutlich zu spüren.
Vielen hat der Wein oder etwas von dem Essen so gut geschmeckt, dass wir mit vielen braunen Papiertüten aus dem Weingut kamen.
Einzukaufen haben wir ja sowieso geplant, zum Beispiel auf dem Ledermarkt, auf dem wir unser Verhandlungstalent auf die Probe gestellt haben, mit einiger Ausbeute.
Und wenn man schon in Italien ist, dann erwarten auch alle, dass man Italienisch isst. Das haben wir bei einem gemeinsamen Abendessen, natürlich Pizza ;)

Eine großartige Aussicht auf Florenz hatten wir vom höchsten Punkt der Stadt auf einem Hügel, doch noch höher laufen mussten wir viele enge Stufen, als wir am letzten Tag die Kuppel der geheimnisvollen bunten Kirche mitten in Florenz bestiegen, die Santa Maria del Fiore. Spätestens da hatten wir das Geheimnis des Gebäudes gelüftet, das uns mehrere Male vorm Verlorengehen gerettet hat.
Erschöpft vom Aufstieg wurde uns oben bewusst, dass dies die letzten Momente dieser Fahrt waren und der eine oder andere machte wohl einige Fotos mehr von der Stadt (und hat jetzt viele Bilder, die alle gleich aussehen und die Festplatte zumüllen).

Unter spätsommerlicher Sonne und bei wunderbar gefühlten 27 Grad wanderten wir, unsere Koffer ziehend, mit schönen Erinnerungen an schiefe Türme, das gemeinsame Abendessen und große Künstler (und natürlich auch Wein und Öl vom Weingut und Errungenschaften vom Ledermarkt) im Gepäck, zu unserem Bus, der uns nach Braunschweig fahren würde, gerade als wir uns erst so richtig an die Dolce Vita gewöhnt haben.
Nach diesmal nur 17 Stunden Fahrt kamen wir in Deutschland an. Im grauen, kalten, regnerischen Deutschland, in dem schon Weihnachtsartikel in den Läden verkauft wurden. Da kommen Heimatgefühle auf.

Helene Walter

 

 

Foto 1: Katharina Beese, alle weiteren Fotos: Helene Walter