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Ansprache des Schulleiters

anlässlich der feierlichen Entlassung der Abiturientia 2006

am Freitag, 30.06.2006, 10.30 h - 12.30, Aula des Haupthauses

 

Verehrte Anwesende,

Ihnen allen ein herzliches Willkommen zur feierlichen Entlassung der Abiturientia 2006!

In unserer Runde begrüße ich unsere diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten und Sie, liebe Eltern, Angehörige und Freunde, die als Begleiter sicherlich manches Stück auf dem Weg zum Abitur mitgegangen sind.

Ich begrüße diejenigen, die heute zu uns sprechen werden:

Herrn RA und Notar Fr. H. Lehmann für den Verein der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Gymnasiums und Herrn Volker Brandt, der heute gleich in dreifacher Mission mitwirkt: als Vertreter des Schulelternrats, als Vertreter des WG- Elternvereins und als Sprecher der Eltern der Abiturientinnen und Abiturienten.

Als Vertreter der Abiturientia 1966 wird Herr Joachim Vahrmeyer, Pastor zu St. Katharinen, das Wort an uns richten.

Sehr herzlich darf ich auch meinen Vorgänger im Amt Herrn Dr. Gatz und unsere ehemaligen Koordinatoren Herrn Sievers und Herrn Tunkel begrüßen wie auch alle weiteren ehemaligen Lehrkräfte unserer Schule.

Ich freue mich, dass auch ehemalige Schülerinnen und Schüler anwesend sind. Ganz besonders heiße ich die Mitglieder der Silbernen und der Goldenen Abiturientia herzlich willkommen.

Und natürlich begrüße ich alle Lehrkräfte

aus dem derzeitigen Kollegium des Wilhelm-Gymnasiums.

Schon jetzt danke ich allen, die zur Ausgestaltung dieser Feierstunde beitragen, insbesondere unseren zahlreichen Musikerinnen und Musikern unter der engagierten Leitung unserer Kollegin Frau Stumm, so etwa unserem jüngsten Pianisten Robert Wiswe aus der Klasse 5a, der uns mit seinem "Morgenwanderer" (R. Schumann) und seiner "Invention" (J. S. Bach) erfreut hat.

 

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, verehrte Gäste,

es lohnt sich, morgens vor Betreten des Gebäudes für einen Moment innezuhalten und wahrzunehmen, wie sich die Schülerschaft des Wilhelm-Gymnasiums in den Straßen zu sammeln beginnt: einige bedächtig schlendernd, andere im forschen Tempo vorauseilend; Radfahrer flitzen herbei, Straßenbahnfahrgäste drängen erleichtert ins Freie, Oberstufenschüler kurven mit dem Auto um den Block und hoffen inständig auf eine Parklücke.

Alle sind auf ihre Art "kleine Morgenwanderer", ganz in der Weise, wie uns dies Robert Wiswe eingangs mit den Mitteln der Musik verdeutlicht hat.

"Morgenwanderer" auf dem Weg zur Schule, dann aber auch: Wanderer durch den Schulmorgen, Wanderer von Stunde zu Stunde, von Fach zu Fach - und auch hier sieht man die Entschiedenen und Forschen, die Zögerlichen und die Widerstrebenden.

Ziel und Aufgabe dieser zahlreichen Morgenwanderungen ist das, was uns Robert mit seinem zweiten Stück verdeutlicht hat: die "Invention":

"Invenire" heißt zunächst einmal soviel wie "erfinden", "aussinnen". Dann aber bedeutet es,

etwas in Erfahrung zu bringen, zu ermitteln, zu entdecken. Es meint außerdem, auf sich selbst zu stoßen, sich als Person zu zeigen. Und schließlich bedeutet es, am Ende zu etwas kommen, etwas zu gewinnen, zu erlangen.

So hat jeder "Morgenwanderer" in unserer Schule die Chance und die Aufgabe der eigenen, immer wieder neuen Invention. Dabei stößt er auf das, was die Welt auszumachen scheint.

Und in dem Maße, wie er zu Ermittlungen und Entdeckungen bereit ist, ersinnt er nicht nur einen Begriff von Welt und Leben, der ihm und seiner Generation gemäß ist, sondern er erfindet und gewinnt sich am Ende selbst.

 

 

Am heutigen Tag entlassen wir zahlreiche Erfinder, die sich in dieser Weise jeden Tag neu auf den Weg gemacht haben: Es sind diejenigen, die in den verschiedenen Fächern solide gearbeitet haben. Es sind diejenigen, die im Laufe ihrer Schulzeit anspruchsvolle Interessen entwickelt haben. Es sind diejenigen, die die Oberstufe nicht als "Ruhe vor dem Sturm" der nachfolgenden Berufsausbildung betrachtet haben, sondern die im Gegenteil darauf aus waren, eine möglichst breite und hohe Qualifikation zu erwerben.

In diesem Sinne gratuliere ich Ihnen allen sehr herzlich zur bestandenen Abiturprüfung.

Für die kommenden Jahre der Berufsausbildung und Ihres privaten Lebens

wünsche ich Ihnen den Mut zur Erkundung des Unbekannten, die Kraft, in dem Unbekannten als Person zu bestehen, und das Glück desjenigen, der sein Ziel erreicht.

Ihre Zeit am Wilhelm-Gymnasium möge Ihnen dabei nützlich sein!

 

55 Prüflinge haben die Allgemeine Hochschulreife erworben.

13 Prüflinge, d.h. ein Viertel der gesamten Gruppe, haben eine Durchschnittsnote von 1,9 oder besser  erreicht.

Die Abiturprüfung haben mit Erfolg bestanden:

Veit Albert, Homa Arabestani, Julius Basler, Theresia Bock, Lena Böhnig, Friederike Bothe, Nicola Brandt, Stephan Brandt, Robert Breilich, Maria Brucker, Johanna Buhlke, Nils-Holger Bußmann, Linda Diekmann, Beke Dodenhoff, Karl-Enno Döhnel, Denise Dressler, Dennis Evers, Moritz Feyerabend , Albrecht Goez, Luca Greco, Hannes Großmann, Falko Gutacker, Markus Harke, Merle Hinsken, Rudolf-Daniel Horea, Ulrich Jasper, Henner Johs, Dennis Kelpen, Nils Köthke, Johannes Krause, Kathrin Kröger, Steffen Lachetta, Mathias Leschinski, Cord Lück, Jonas Peltner, Moritz Plate, Jonas Postneek, Bastian Recke, Cathrin Riedel, Christoph Ritter, Philipp Schaper, Tobias Schlüter, Hannes Schmedt, Tobina Schubert, Maximilian Schulte Uemmingen, Derya Schwacke, Hauke Sievers, Alexander Simon, Bettina Ssymank, Jasper Weiss, Roland Weyhe, Michael Widok, Kai Philipp Winselmann, Sebastian Wolpers, Tanja Wosnitza.

 

Den Preis des Wilhelm-Gymnasiums für herausragende fachliche Leistungen erhalten in diesem Jahr Kai Winselmann, Nils Köthke und Christoph Ritter.

Kai Winselmann erhält den Apollinaire-Preis 2006 der Robert-Bosch-Stiftung und der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe für herausragende Leistungen im Fach Französisch.

Die Deutsche PhysikalischeGesellschaft verleiht Nils Köthke als Anerkennung für hervorragende Leistungen im Fach Physik den Buchpreis 2006 und eine Ehrenurkunde.

Eine Ehrenurkunde und eine einjährige kostenlose Ehrenmitgliedschaft in der Dt. Physikalischen Gesellschaft erhalten als Anerkennung für sehr gute Leistungen im Fach Physik Julius Basler, Bastian Recke, Tobina Schubert und Michael Widok

Den Preis der Fachgruppe Sport am Wilhelm-Gymnasium erhält für herausragende sportliche Leistungen sowie für vorbildliche Mitwirkung bei der Betreuung der Wettbewerbe Markus Harke.

 

Braunschweig, 30.06.2006

Gerhard Thamm van Balen
Oberstudiendirektor

 

 

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