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Die nicht nachtropfende Kaffeekanne

25.05.2011: Mein Zukunftstag in der Porzellan Manufaktur Fürstenberg

Am Zukunftstag (14.04.2011) besuchte ich die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, die mich bei meinen Forschungsarbeiten zur „nicht nachtropfenden Kaffeekanne“ von Jugend-forscht unterstützte.

Ich fuhr am Mittwochnachmittag zu meinen Großeltern, die in der Nähe von Fürstenberg leben, damit sie mich um 7:30 Uhr zur Porzellan Manufaktur fahren konnten.

Herr Hofmann, der Bereichsleiters der Produktion, begrüßte mich freundlich in seinem Büro. Nach einem kurzen „fachmännischen“ Gespräch über Kaffeekannen, Porzellan und Jugend forscht gab es eine Führung durch die Manufaktur. Dabei erkundete ich mit Herrn Viktor aus der Fertigungskontrolle einen riesigen Gipsformenspeicher, zwei große Öfen, eine Lackiererei und die Rohteilproduktion. Dabei erfuhr ich viel Interessantes über das Porzellan (ein Gemisch aus Quarz, Kaolin, Feldspat und Wasser) und über die Verarbeitung dieses dickflüssigen Gemisches und den Brennvorgang.

Nach der Führung wartete schon ein leckeres Mittagessen im Büro von Herrn Hofmann auf mich. Beim Essen stellte Herr Hofmann mir seine Arbeiten aus Porzellan vor. Eine große geflochtene Schale und eine 1 kg-Zuckertüte für Nordzucker gehört auch zu den ausgestellten Einzelstücken und Sonderanfertigungen in seinem Büro.

Danach ging ich mit Herrn Viktor in die Rohteilfertigung. Dort durfte ich selbst eine Kanne herstellen, die nicht nachtropfen soll. Dazu goss ich dieses dickflüssige Porzellangemisch in eine Kanneform aus Gips, wo es kurz antrocknete. Danach goss ich die übrige Masse aus und öffnete die Gipsform vorsichtig zur Seite.

Anschließend entfernte ich die alte Tülle und formte stattdessen eine lange und spitz zulaufende neue Tülle mit am Ende nach unten gezogenem Schnabel und einer scharfen Abrisskante sowie einer glatten Oberfläche. Diese Eigenschaften für einen nicht nachtropfenden Kannenausguss erarbeitete ich in meiner Jugend-forscht-Arbeit.

Zum Schluss brachte ich noch den Henkel an der Kanne an. Jetzt waren die Arbeiten abgeschlossen, aber die Versuche über das Tropfverhalten mussten noch etwas warten. Denn die Kanne musste noch getrocknet, gebrannt, glasiert und nochmals gebrannt werden. Nachdem das Paket von Herrn Hofmann bei mir ankam, führte ich gespannt gleich Gießversuche zum Tropfverhalten meiner Kanne durch. Ich untersuchte die Kanne auf ihre Tropfenbildung beim Gießen mit kaltem und warmen Wasser, heißem Tee, Milch und Speiseöl wie auch bei den anderen Kannen meiner Arbeit. Dabei stellte ich fest, dass die Kanne bei allen Flüssigkeiten nicht tropfte.

Ich freue mich riesig, dass ich eine nicht nachtropfende Kaffeekanne herstellen konnte, die sogar mit dem Fürstenberglogo auf der Unterseite ausgezeichnet ist.

Ich denke gerne an den interessanten und spannenden Zukunftstag zurück und bedanke mich herzlich für die fachliche Unterstützung und die nette Betreuung durch Herrn Hofmann und Herrn Viktor von der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Julius Köhn

 

 

 

 

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