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Exkursion Endlager Konrad

20.02.2011: Im Rahmen des Halbjahresthemas Atomphysik unternahm der Leistungskurs Physik PH2 des diesjährigen Abiturjahrgangs eine Exkursion zum zukünftigen Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall, dem Schacht Konrad bei Salzgitter-Lebenstedt. Die Gruppe wurde darüber hinaus durch interessierte Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches Luftfahrttechnik begleitet.

In einer sehr guten Einführung durch den Pressesprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in der Infostelle Konrad erhielten die Schülerinnen und Schüler Informationen zum Auftrag des seit 2008 für die Einlagerung von maximal 303.000 Kubikmetern genehmigten und zur Zeit noch im Ausbau befindlichen Endlagers. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle, d. h. Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung machen ungefähr 90 Prozent des gesamten radioaktiven Abfallvolumens in Deutschland aus, enthalten aber nur 0,1 Prozent der gesamten Radioaktivität der endzulagernden radioaktiven Abfälle. Circa 94.000 Kubikmeter des radioaktiven Abfalls mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung lagern heute bereits in verpackter Form über Tage in Zwischenlagern. Experten rechnen noch mit weiteren einzulagernden 186.000 Kubikmetern bis zum Jahr 2040. Im Gegensatz zu den Anlagen im Salzstock in Gorleben und in der Asse befindet sich Konrad in einer in 800-1300 m tief gelegenen Erzschicht die durch eine 400 m dicke Tonlage vor dem Eindringen von Grundwasser abgedichtet wird. Im Gegensatz zur Schachtanlage Asse hat im Konrad nie Erzabbau im großen Rahmen stattgefunden, so dass innerhalb der Erzschicht mit großem Abstand zu benachbarten Gesteinsschichten eingelagert werden kann.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten viel Interesse bei der Einfahrung in eine der tiefsten Schachtanlagen Europas sammelten reichhaltige Erfahrungen über die im Bergbau üblichen Abläufe.

Glück Auf!

Dirk Bielenberg

 

 

Fotos: D. Bielenberg

 

 

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