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Prof. Dr. Peter Kuhlmann
am WG: „Zwischen Stress und Studien…“

04.10.2014: Am letzten Donnerstag, dem 18. September 2014, fand in der Aula des Hauptgebäudes ein Vortrag über Plinius den Jüngeren statt, ein Thema, welches besonders für die diesjährigen Abiturienten als mögliches Prüfungsthema in Latein wichtig ist, aber dennoch auch bei den anderen Altersgruppen regen Zuspruch fand. Nicht nur innerhalb der WG-Schüler- und Lehrerschaft fand der Vortrag Beachtung, sondern in der ganzen Region und sogar fast bis an die Grenzen Niedersachsens im Harz. So füllten neben den WG-Mitgliedern und einigen weiteren Gästen auch Delegationen aus den Gymnasien in Osterode und Bad Harzburg die Aula.

Nachdem einige technische Probleme von der Tontechnik-AG gelöst worden waren und nachdem Herr Duwe ein paar einleitende Worte gesagt und den Referenten vorgestellt hatte, begann Herr Prof. Kuhlmann seinen Vortrag.

Peter Kuhlmann lehrt und forscht als Lateinprofessor an der Universität Göttingen. Darüber hinaus beschäftigt er sich auch mit dem Lateinunterricht an Schulen. So hat er beispielsweise einige Schulbücher für den Lateinunterricht herausgegeben, unter anderem auch das Buch über die Briefe des Plinius, die im letzten Halbjahr Unterrichtsthema in der Oberstufe waren.

Herr Prof. Kuhlmann begann seinen Vortrag mit wichtigen Hintergrundinformationen über Plinius und seine Zeit.

Er ging zunächst auf das römische Reich zur Kaiserzeit ein, erläuterte die Ämterlaufbahn und die Bevölkerungsstruktur ebenso wie zentrale Wertebegriffe der Zeit. Außerdem kam Kuhlmann auf die Lebensumstände des Plinius zu sprechen, wie z. B. seine adlige Herkunft, seine Erlebnisse beim Vesuvausbruch und seine Ämter. So konnten auch diejenigen, die von Plinius im Unterricht noch nichts gehört hatten, dem Vortrag gut folgen.

Am Ende hat Herr Kuhlmann noch zwei Briefe von Plinius vorgelesen und übersetzt, die Plinius' Werk gut zusammengefasst haben. Im ersten Brief wurde ein verstorbener Politiker charakterisiert, der immer gewissenhaft all seine Pflichten (das negotium) erledigt und sich so Ruhm erarbeitet hatte.

Der zweite Brief entsprach eher Plinius' eigenem Lebensentwurf. Es ging um einen sehr alten Mann, der seine Freizeit (otium) im Wesentlichen mit körperlicher Bewegung und Studien verbrachte und dabei einem sehr geregelten Tagesablauf folgte.

Die Beschäftigung in der Freizeit war für Plinius nämlich von entscheidender Bedeutung für den Ruhm, das eigene Leben und für die Unsterblichkeit, die ein Mensch durch die Erinnerung anderer erlangen kann.

Lang anhaltender Applaus honorierte diesen gelungenen Vortrag.

 

Robert Buhrmester, Jg. 12

 

Einladung

Fachgruppe Alte Sprachen

 

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